Mauke- und Raspebehandlung

Viele Pferde, besonders Pferde mit üppigem Kötenbehang wie z.B. Tinker, Friesen, Shire Horses usw leiden immer wieder unter Mauke und Raspe. Vieles wird zur Behandlung ausprobiert - manches hilft besser und manches schlechter und bei jedem Pferd ist das auch noch unterschiedlich. Der Leidensdruck ist teilweise sehr hoch, denn die immer wiederkehrenden Behandlungen kosten Zeit, Geld und Nerven. Und das Pferd leidet. Mauke (und auch Raspe) kann so schmerzhaft werden, dass betroffene Pferde niemanden mehr zur Behandlung an ihre Beine heran lassen. Mauke ist also nicht immer nur eine Lappalie, die man mit ein wenig Pflege schnell wieder in den Griff bekommt - Mauke kann oft genug auch eine langanhaltende, schmerzhafte Angelegenheit sein. Und ich empfehle Ihnen hier sicher nicht DAS eine Produkt, mit dem Sie die Mauke auf jeden Fall in den Griff bekommen. Denn das wäre auch schlicht gelogen. So einfach ist es nicht!

Was ist Mauke und Raspe überhaupt?

Mauke beim Tinker! Man sieht die gerötete und geschwollene Haut und die typischen Maukekrusten.
Mauke beim Tinker! Man sieht die gerötete und geschwollene Haut und die typischen Maukekrusten.

Der Begriff Mauke sagt zunächst einmal nur aus, dass es sich um eine Hauterkrankungen in der Fesselbeuge handelt. Es gibt nicht den einen  Maukeerreger und auch Erscheinungsbilder und Ursachen von Mauke sind vielfältig. Häufig hat man es mit Mischinfektionen zu tun. Oft beginnt Mauke zunächst mit leichten Hautrötungen. Die Haut ist manchmal leicht geschwollen. Diese Symptome werden bei Pferden mit viel Fesselbehang noch gar nicht bemerkt. In Folge entstehen manchmal schmierige Beläge, manchmal sieht man eher verkrustetes Sekret, manchmal auch blutige Stellen. Dann bilden sich Krusten, die in einigen Fällen so trocken, hart und dick werden, dass sie immer wieder bei Bewegung aufreißen, wodurch es zu blutigen Wunden kommt. In wieder anderen Fällen bilden sich kaum Krusten, der Belag bleibt schmierig und riecht sehr unangenehm. Im fortgeschrittenen Stadium verdickt die Haut immer mehr, es bilden sich Wülste und warzenartige Gewebewucherungen.  (Quellen: Hauterkrankung bei Pferden, Vetpraxis Spezial und Equinevetinfo)

Typische Schuppenbildung an einer Raspestelle. In diesem Fall sieht die Haut darunter aber aber sehr gut aus. Schnell können jedoch unter solchen Raspestellen auch Entzündungen entstehen.
Typische Schuppenbildung an einer Raspestelle. In diesem Fall sieht die Haut darunter aber aber sehr gut aus. Schnell können jedoch unter solchen Raspestellen auch Entzündungen entstehen.

Als Raspe bezeichnet man eine starke Schuppenbildung an der Rückseite des Vorderfußwurzelgelenks. Diese Schuppen bilden nach und nach dicke, plattenartige Krusten. Bei starker Raspe kommt es zu extrem schmerzhaften, offenen Hautstellen, die sich leicht entzünden können. Ursachen und Behandlung von Mauke und Raspe sind weitgehend gleich. Auch gehen beide Krankheitsbilder oft ineinander über und man findet am ganzen Röhrbein verteilt kleine offene oder krustige Stellen, die manchmal als Raspe und manchmal als Mauke bezeichnet werden.

 

In der Schulmedizin geht man in erster Linie davon aus, dass Mauke / Raspe durch mechanische Verletzungen entsteht. Durch kleine, häufig gar nicht sichtbare, oberflächliche Verletzungen können diverse Krankheitserreger in die Haut eindringen und so zu entzündlichen Reaktionen der Haut führen. Diese kleinen Verletzungen können unterschiedliche Ursachen haben: Scharfkörniger Sand auf dem Reitplatz oder Paddock, bestimmte Pflanzen auf der Weide, verschiedene Chemikalien, zu häufiges Waschen (besonders mit aggressiven bzw. stark entfettenden Mitteln), falsch angelegte Bandagen oder Gamaschen und vor allem Parasiten wie Milben können diese oft noch nicht einmal sichtbaren Verletzungen der obersten Hautschicht verursachen. Ist die Haut des Pferdes durch ständiges Stehen auf nassem, matschigem Untergrund auch noch aufgeweicht und geschwächt, kommt es natürlich sehr viel schneller zu solch kleinen Verletzungen. Durch diese leichten Verletzungen können diverse Krankheitserreger in die Haut eindringen (auch hier bergen matschige, unsaubere Untergründe natürlich wieder ein höheres Risiko) und so zu entzündlichen Reaktionen der Haut führen. Auch eine Photosensibilität (hervorgerufen durch bestimmte Pflanzen oder auch durch Leberprobleme) kann zu solchen Hautschädigungen führen, dass Krankheitserreger eindringen können. Schulmedizinisch wird vor allem mit desinfizierenden und / oder antibiotisch wirkenden Mitteln bei der Behandlung von Mauke gearbeitet, um die eingedrungenen Erreger zu bekämpfen.
(Quellen: Hauterkrankung bei Pferden, Vetpraxis Spezial, Equinevetinfo, eigene Erfahrungen)

 

Häufig liest man also, dass es sich bei Mauke vor allem um Hygieneprobleme handeln würde.  Tatsächlich ist ein nasser, matschiger, unsauberer Untergrund sehr ungünstig für Pferde, die zu Mauke neigen. Jedoch führt ein nasser Auslauf alleine nicht unbedingt zu Mauke. Oft braucht es dafür noch weitere Faktoren. Ich kenne sogar Pferde, die im Sommer bei Trockenheit unter Mauke leiden, im Winter bei Matsch jedoch keine Probleme haben.  Mauke ist also kein ausschließliches Hygieneproblem, sondern kann auch unter sehr sauberen, trockenen Bedingungen ausbrechen. Schon betroffene Pferde sollten jedoch auf jeden Fall besser trocken und sauber stehen, damit es nicht durch div. Keime im Matsch zu heftigen Entzündungen kommt.   (Quellen: Equinevetinfo, verschiedene andere Seiten über Mauke im www)

 

In der alternativen Tiermedizin geht man häufig davon aus, dass die Entgiftungsorgane des Pferdes überlastet sind, darum über die Haut entgiftet wird und es so zu diesen Hautproblemen kommt. In der Regel wird also ein THP einem betroffenen Pferd zunächst eine "Entgiftungskur" verordnen.

 

Auch als Symptom für verschiedene Stoffwechselprobleme gilt Mauke und Raspe. So gibt es diverse umfangreiche Kuren, die den  Stoffwechsel ins Lot bringen und das Problem beheben sollen.

 

Liest man in verschiedenen Foren, so wird als Ursache von Mauke und Raspe vor allem genannt, dass betroffene Pferde Müslis, allgemein Getreide, Mineralfutter, Möhren, Äpfel, zu viel Weidegang usw nicht vertragen. Hier wird also vielfach eine Überversorgung mit sehr protein- und / oder stärkehaltigen Futtermitteln der Pferde als Ursache für Mauke und Raspe gesehen und es wird empfohlen: Nichts füttern außer ausreichend Heu!

 

Zinkmangel wird vor allem in der Futtermittelwerbung häufig als Grund für wiederkehrende Mauke genannt. Hier werden dann also bei Mauke  besonders zinkhaltige Zusatzfuttermittel angeboten.

 

Und was ist nun richtig?

 

All diese Ansätze können richtig sein - oder aber eben auch nicht. Und genau das macht die Behandlung so schwierig. Die Ursachen sind so vielfältig, dass es nicht DEN einen Weg zur zuverlässig erfolgreichen Mauke- und Raspebehandlung gibt. Im Internet findet man eine große Vielfalt an Behandlungsvorschlägen mit diversen Hausmitteln und viele Rezepte für verschiedenste Futterumstellungen. Man kann also eines nach dem anderen einfach ausprobieren und wenn man Glück hat, erwischt man recht schnell die für dieses Pferd passende Behandlung. Wenn man Pech hat, probiert man über Monate hinweg alles mögliche aus und nichts hilft. Das ist dann nicht nur teuer, das viel gravierendere Problem dabei ist: Mauke und Raspe wird schnell chronisch. Man verliert Zeit und die Haut wird immer stärker geschädigt, die Erreger dringen in tiefere Hautschichten vor, es kommt zu nicht mehr rückgängig zu machenden Hautveränderungen, die dazu führen, dass das Pferd künftig extrem anfällig bleibt.

 

Ich möchte Sie hier darum auch dringend bitten: Sollte sich eine Mauke unter Behandlung nicht recht schnell bessern, sprechen Sie mich gerne an! Ursachenforschung ist wichtig und oft findet man im Gespräch doch noch die eine oder andere mögliche Ursache.

 

Wie geht man also sinnvoll vor?

In sehr vielen Fällen reicht es aus, die Maukestellen 1 bis 2 mal mit Jodseife zu waschen, dabei die Krusten zu lösen und anschließend die Hautstellen mit Zinksalbe zu pflegen. Nach wenigen Tagen schon ist das Problem gelöst und taucht nicht wieder auf. Um diese einfachen Fälle geht es hier jedoch nicht. Hier geht es vielmehr um die Pferde, die immer wieder unter Mauke und Raspe leiden bzw. um die Pferde, bei denen eine Behandlung nicht so schnell anschlägt.

 

Neben einer effektiven Pflege von außen ist also immer zuerst die Ursachenforschung (und Behebung der Ursache) wichtig, damit die Behandlung überhaupt greifen kann.

 

Ursachenforschung und erstes Abstellen der Ursachen

 

In der Regel schicke ich meine Kunden als erstes zum Tierarzt. Dafür gibt es vor allem 3 Gründe:

  1. Bei entzündlichen Prozessen kann eine antibiotische Behandlung nötig sein.

  2. Es könnte ein Milbenbefall vorliegen, der tierärztlich behandelt werden sollte.

  3. Wenn der TA gerade da ist, sollte er auch gleich Blut abnehmen. Das ist wichtig zur Ursachenforschung und später für eine  bessere Vorsorge.

Milbenfall kann unschöne Folgen haben! Wegen Bildern wie diesem dränge ich so auf konsequente Milbenbehandlung!
Milbenfall kann unschöne Folgen haben! Wegen Bildern wie diesem dränge ich so auf konsequente Milbenbehandlung!

Möglicher Milbenbefall

 

Eine der Hauptursachen für Mauke / Raspe bei Pferden mit viel Kötenbehang ist Milbenbefall. Milben kann man mit bloßem Auge nicht erkennen, man sieht sie nur unter dem Mikroskop. Manchmal nimmt der TA bei entsprechendem Verdacht ein Hautgeschabsel, aber meistens  wird eher aufgrund der Symptome behandelt, denn auch bei Milbenbefall lassen sich nicht in jedem Hautgeschabsel sicher Milben finden. Dazu sollte man im Hinterkopf behalten: In einer Untersuchung über Warzenmauke (Geburek 2002) wurden bei 60 % der betroffenen Pferde Milben gefunden. Die Wahrscheinlichkeit für einen Milbenbefall ist also hoch. Angaben darüber, in wieviel Prozent der anderen Maukefälle Milben beteiligt sind, gibt es nicht. Aber da zeigt es die Erfahrung...

 

Da nicht jeder TA häufig mit Milbenbefall konfrontiert wird, ist es oft sinnvoll, als Besitzer besonders gefährdeter Rassen (also z.B. Tinker, Friesen, Kaltblüter) den Tierarzt konkret auf einen möglichen Milbenbefall anzusprechen. Vor allem, wenn das Pferd unter starkem Juckreiz (Stampfen mit den Hinterbeinen, Scheuern an Gegenständen, Hinlegen zum Beknabbern der Beine) leidet, sollte man unbedingt an Milbenbefall denken. Kommen dann noch als Symptome schuppige Raspe und / oder über das ganze Bein verteilte kleine krustige, teilweise blutige Stellen dazu, dann kann man fast sicher sein, dass es sich um Milbenbefall handelt und man sollte unbedingt entsprechend behandeln. Beachten Sie hier bitte: Es gibt  diverse unterschiedliche Milbenarten. Ein Milbenbefall ist also auch im Winter möglich, weil wir es gerade bei  Pferden mit Kötenbehang nicht immer nur mit der Herbstgrasmilbe zu tun haben. Milben sind ganzjährig aktiv!

 

Und da beginnt nun schon das erste Problem... Es gibt zwar einige frei verkäufliche, sanfte Mittel, die man sehr gut bei leichtem Befall einsetzen kann. Einige davon finden Sie hier auch in meinem Shop. Ist jedoch der Befall sehr stark, reichen diese Mittel nicht immer aus. Außerdem muss man mit all diesen Mitteln sehr sorgfältig und konsequent arbeiten und darauf achten, wirklich alle betroffenen Hautregionen zu behandeln.  Diese Mittel sind also bei beginnendem oder nur leichtem Befall sehr gut. Bei schon länger anhaltendem bzw. schwerem Befall sollte jedoch der TA behandeln. Hier gibt es nun ein weiteres Problem: Die gängigen Mittel, die dem TA zur Bekämpfung von Milben zur Verfügung stehen, sind alle eigentlich nicht für Pferde zugelassen. Zum Einsatz kommen üblicherweise Sebacil, Butox, Spot on-Präperate aus dem Hundebereich oder als Injektion Dectomax oder Moxidectin). Ich habe lange überlegt, ob ich zu diesen Mitteln hier etwas schreibe, denn etwas davon zu empfehlen, fällt nicht in meinen Bereich, sondern ist Aufgabe des Tierarztes. Er entscheidet über Behandlungsnotwendigkeit und Behandlungsmethode vor Ort. Trotzdem möchte ich einige gesammelte Erfahrungen mit diesen Mitteln als Hintergrundinformationen weitergeben.

 

-Sebacil ist eine Waschlösung, die nur nach genauer Anleitung verdünnt eingesetzt werden darf. In den meisten Fällen wirkt Sebacil zuverlässig, aber leider nicht immer. Bei offenen Hautstellen sollte man Sebacil möglichst nicht verwenden. Zu beachten ist: Sebacil tötet nicht die Milbeneier ab. Eine Nachbehandlung um die noch daraus schlüpfenden Larven zu erwischen, ist also unbedingt nach ca. 10 - 14 Tage nötig, bei starkem Befall empfiehlt sich häufig sogar eine 3. Behandlung.

 

-Butox ist eine pour on-Suspension, die entlang der Rückenlinie aufgetragen wird. Das Mittel verteilt sich im Pferdekörper und wirkt von innen heraus. Der Erfolg ist sehr unterschiedlich: Einige Kunden erzählen von sehr guten Erfahrungen mit diesem Mittel, bei anderen hat es gar nicht gewirkt.

 

-Die wohl umstrittenste (nach meinen Erfahrungen jedoch oft beste) Methode zur Milbenbekämpfung ist die Injektion von verschiedenen Entwurmungsmitteln. Wie jede Injektion beinhaltet sie natürlich gewisse Risiken. Und wie schon erwähnt: Zugelassen für Pferde sind diese Mittel nicht. Aber auch in „Hauterkrankungen bei Pferden – Vetpraxis Spezial“ (Schlütersche) wird der erfolgreiche Einsatz von Dectomax (Wirkstoff Doramectin) erwähnt, jedoch wird vor dem Einsatz der Ivermectin-Injektionslösung wegen erheblicher möglicher Komplikationen gewarnt. Schon aus diesem Grund ist es mir wichtig, auch über diese Dinge in diesem Artikel zu schreiben.  Der Einsatz von Ivermectin als Paste verabreicht dämmt den Befall zwar ein, jedoch ist der Erfolg in der Regel nicht ausreichend. Beachten sollte man bei der Dectomax-Spritze: Es ist keine Impfung (wie so häufig gesagt wird), hat also keine vorbeugende Wirkung. Darum muss man auch diese Behandlung nach ca. 10 - 14 Tagen wiederholen oder aber zu diesem Zeitpunkt intensiv von außen behandeln, um die in der Zwischenzeit aus den Eiern geschlüpften Larven auch noch zu bekämpfen.

 

Alternativ wird manchmal auch Moxidectin als Injektion eingesetzt. Da dieses Produkt eine etwas längere Wirkungsdauer hat, braucht man hier nur einmal spritzen zu lassen. Welchen Wirkstoff der Tierarzt verwenden wird, hängt u.a. auch vom Entwurmungsmanagement ab. Denn diese Injektionen sind eigentlich  Wurmkuren, die aber auch gegen Milben wirken. Bei Pferden, die sehr häufig zu Milbenbefall neigen, kann es also sinnvoll sein, jeweils zum Entwurmungstermin auf einen möglichen Milbenbefall zu achten und gegebenenfalls statt der Paste ins Maul die Spritze geben zu lassen. Denn wenn man schon mit diesen Dingen arbeiten muss, dann soll es auch möglichst effektiv sein.

 

Wie oben schon erwähnt: Natürlich entscheidet über die Notwendigkeit der Behandlung der Tierarzt, dieses sind nur zusammengetragene Erfahrungsberichte. Und natürlich sind all diese Mittel nicht harmlos und müssen darum mit Bedacht eingesetzt werden. Aber ich sehe in meinen Beratungen immer wieder und wieder, wie schnell unbehandelter Milbenbefall zu heftigen Entzündungen, offenen, blutig aufgescheuerten Beinen und schwerwiegenden Hautveränderungen führen kann. Darum ist es in meinen Augen fahrlässig und absolut nicht im Sinne des Pferdes, bei Milbenbefall nicht (oder nicht ausreichend) zu reagieren. Wir alle nutzen wohl nicht gerne unnötig viel von solchen „härteren“ Mitteln. Aber es ist unsere Pflicht, dem Pferd schnell und effektiv zu helfen, um Schlimmeres zu verhindern und dem Pferd so viel unnötiges Leid zu ersparen.

 

Sehr häufig wird mir berichtet: "Milbenbehandlungen haben wir schon hinter uns, aber das hat alles nichts gebracht! Wir haben also damit aufgehört, bekommen aber den Juckreiz und die Mauke nicht in den Griff." Bei genaueren Rückfragen stoße ich immer wieder auf denselben Fehler: Die Milbenbekämpfung wird nicht konsequent genug angegangen! Bei einem schon jahrelang anhaltenden Befall muss über einen längeren Zeitraum regelmäßig und konsequent behandelt werden. Auch ist es wichtig, die Umgebung des Pferdes und alle Ausrüstungsgegenstände gründlich zu reinigen. 

 

Wird Milbenbefall nicht behandelt, kommt es häufig zur Warzenmauke. Diese Pferde bleiben in Folge meist anfällig für erneuten Milbenbefall.
Wird Milbenbefall nicht behandelt, kommt es häufig zur Warzenmauke. Diese Pferde bleiben in Folge meist anfällig für erneuten Milbenbefall.

Mögliche Folgen von Milbenbefall

 

Die harmloseste Folge von unzureichend behandeltem Milbenbefall ist, dass die Behandlung der Raspe- / Maukestellen nicht ausreichend anschlägt. Schwerwiegendere Folge ist jedoch, dass sich die Haut durch die ständige Reizung immer mehr verändert. Häufig führt darum nicht behandelter Milbenbefall zu Warzenmauke. Und Besitzer von betroffenen Pferden wissen aus leidlicher Erfahrung: Diese Pferde sind sehr anfällig für erneuten Milbenbefall. Ein unschöner Kreislauf!

 

Auch kann Milbenbefall unter bestimmten Bedingungen zu heftigen Entzündungen führen. Oft ist der Juckreiz so stark, dass die Pferde sich die Beine komplett bis oben hin aufscheuern. Eine Qual, die man keinem Pferd zumuten sollte! Das Foto oben ist bei weitem nicht das schlimmste, das ich bisher in meiner Beratungstätigkeit gesehen habe....

 

Beachten sollte man auch: Der ständige heftige Juckreiz ist für das Pferd ein derartig großer, dauerhafter Stressfaktor, dass der Stoffwechsel massiv leidet. Diese Tatsache wird in dem Bestreben, das Pferd nicht mit chemischen Stoffen zu belasten, gerne übersehen. Solch dauerhafter, ständiger Stress durch Milbenbefall belastet das Pferd jedoch deutlich mehr, als es eine konsequente Milbenbehandlung tun würde. Nach der erfolgten Milbenbehandlung kann man dann gerne Stoffwechsel und Immunsystem sinnvoll unterstützen. Dazu später mehr.  weiter auf Seite 2