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Liebe Kundinnen und liebe Kunden, 

vom 23.12.19 bis zum 1.1.20 bleibt Sapodoris geschlossen. Es findet in dieser Zeit kein Versand und nur eingeschränkt Beratung statt. Der Shop ist natürlich an diesen Tagen trotzdem erreichbar! Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2020!

Aktuell gibt es leider ein paar Engpässe im Warenbestand (wird jeweils angezeigt und ist dann auch momentan nicht bestellbar). Es ist vor Weihnachten logistisch einfach sehr schwierig, sämtliche Produkte in ausreichenden Mengen durchgängig vorrätig zu haben. Ich bitte vielmals um Entschuldigung! Bestellbar sind aber alle auch aktuell geräumten Produkte wieder ab dem 16.12. und ausgeliefert wird spätestens am 18.12.. 

 

 

 

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Blutuntersuchung

blutuntersuchungEin Teil des "Großen Screening Pferd" als BeispielBlutuntersuchungen halte ich in der Regel für recht sinnvoll bei Mauke und Raspe, weil ein Pferd, das zu häufigem Milbenbefall und /oder Maukeausbrüchen neigt, nicht selten auch noch unter anderen Problemen leidet. Eine Blutuntersuchung bietet oft zusätzliche Hinweise bei der Suche nach der eigentlichen Ursache einer immer wiederkehrenden oder besonders hartnäckigen Mauke. Allgemein spricht man davon, dass man ein „Großes Blutbild“ machen lässt. Streng genommen ist dieser Ausdruck falsch, aber die meisten TÄ wissen, was man meint, wenn man sagt: „Großes Blutbild incl. Organ- und Zink-, Eisen und Selenwerte“. Korrekter spricht man von einem großen Pferdeprofil. In manchen Laboren heißt es auch „Großes Screening + Blutbild“. In jedem Fall sollte man dazusagen, dass man Zink-, Eisen- und Selenwerte mit kontrollieren lassen möchte. Lassen Sie sich bitte unbedingt eine Kopie vom Ergebnis geben. Denn um zu schauen, wie man durch die Fütterung den Heilungsprozess optimal unterstützen kann, bietet das Ergebnis der Blutuntersuchung oft wichtige Hinweise.

Blutuntersuchungen werden im Internet sehr zwiespältig diskutiert. Besonders Stimmen aus der Alternativmedizin halten Blutuntersuchungen oft für überflüssig, weil es nur Momentaufnahmen seien, die nicht zeigen würden, was tatsächlich in den Zellen los sei. Das ist natürlich auf der einen Seite richtig. Trotzdem haben sich diese Untersuchungen einfach bewährt und geben immer wieder sehr wichtige Hinweise. In meiner Beratungstätigkeit sind mir schon so einige Pferde untergekommen, die wegen einer Mauke lange Zeit "entgiftet" wurden – aber die Mauke wurde nicht besser, weil das Pferd gar nicht nicht an Leberproblemen sondern an gravierendem Zinkmangel litt. Andersherum habe ich es häufig erlebt, dass Pferde über einen langen Zeitraum hochdosiert Zinkpräparate bekamen, jedoch lag gar kein Zinkmangel vor, sondern die Pferde litten unter erheblichen Leberproblemen, die dann sogar den jeweiligen Tierarzt schockierten. In wieder anderen Fällen schloss man sich der Theorie an: „Pferde mit Mauke dürfen nur Heu und Stroh bekommen und nichts anderes“. Und die Blutuntersuchung ergab verschiedene hochgradige Mängel... All diesen Pferden hätte man durch eine rechtzeitige Blutuntersuchung einen langen Leidensweg, der mit einer chronischen Mauke endete, womöglich ersparen können.

Aus diesen Gründen empfehle ich also: Rufen Sie besser frühzeitig den Tierarzt und lassen die oben aufgeführten Punkte (Ist eine antibiotischen Behandlung nötig? Liegt ein Milbenbefall vor? Wie ist das Ergebnis der Blutuntersuchung?) abchecken. Danach kann man umso gezielter an den Problemen arbeiten und kommt deutlich schneller an Ziel, als wenn man erst auf gut Glück herumprobiert. Man muss sich immer auch vor Augen halten: Je länger Mauke / Raspe anhält, umso größer die Gefahr, dass es zu nicht mehr rückgängig zu machenden Hautveränderungen kommt. Lieber einmal gründlich durchgreifen, als zu riskieren, dass die Mauke chronisch wird! Und bei all dem darf man natürlich auch die Verbesserungen der Haltungsbedingungen nicht vergessen.


Nach dem Tierarztbesuch

verheilte raspestelleSchon gut verheilte Raspestelle, die aber wegen der leichten Hautrötung noch ein wenig weiter gepflegt werden sollte.Im Idealfall ist die Behandlung schnell abgeschlossen, die Haut ist verheilt, alles ist wieder gut. Dieser Idealfall ist leider nicht die Regel. Aber wir können einiges dafür tun, den Heilungsprozess zu unterstützen.

Inzwischen liegt nun also hoffentlich das Ergebnis der Blutuntersuchung vor. Der Tierarzt hat mit Ihnen darüber gesprochen und Ihnen gesagt, was aus seiner Sicht behandlungsbedürftig ist. Schicken Sie mir gerne zusätzlich das Ergebnis und schreiben mir, wie das Pferd bisher gefüttert und gehalten wird. Benutzen Sie dafür gerne den Fragebogen zur Beratung.

Damit die Haut regenerieren kann und widerstandfähiger wird, ist eine gut angepasste Fütterung wichtig. Gerne helfe ich Ihnen dabei! Ich mag an dieser Stelle allerdings keine allgemeingültigen Fütterungsvorschläge geben, denn das muss jeweils individuell angepasst werden. Achten sollte man dabei nicht nur auf ausreichende Spurenelementversorgung. Auch ungesättigte Fettsäuren, hochwertige Aminosäuren, Vitamine, Antioxidantien und einiges andere mehr kann nötig sein für eine gute Hautregeneration. „Viel hilft viel“ ist hier zwar sicher nicht angebracht ist, aber zu wenig darf es auch nicht sein, denn für den Zellaufbau zur Heilung sind natürlich allerhand Nährstoffe notwendig.

Ganz wichtig ist es, sich bei hartnäckiger Mauke auch mit dem Thema "Magenprobleme" zu beschäftigen. Denn mit Magenproblemen gehen häufig (durch die schlechtere Nährstoffverwertung) auch Hautprobleme einher. Mir sind viele Fälle bekannt, in denen während einer erfolgreichen Magengeschwürbehandlung auch die Mauke spontan abheilte. Zum Thema Magenprobleme lesen Sie bitte gerne den Artikel "Mein Pferd hat doch kein Magenproblem?".


Pflege von außen

fesselbehangBei so üppigem Fesselbehang kann es oft nötig sein, zumindest die Haare an der betroffenen Stelle zu kürzen. Steht ein solches Pferd jedoch im Matsch, kann der Behang aber auch vor Schmutz schützen. Man muss abwägen und beobachten.Da es sehr unterschiedlich ist, was der Tierarzt Ihnen zur Pflege der Mauke- / Raspestellen gibt und auch wie gut oder weniger gut das anschlägt, lasse ich diese Dinge nun einfach komplett außen vor und beschränke meine Pflegeempfehlungen vorwiegend auf meine eigenen Produkte. Noch einmal möchte ich an dieser Stelle aber betonen: Stark entzündliche Hauterkrankungen gehören auf jeden Fall in tierärztliche Behandlung!

Typischerweise wird Mauke / Raspe erst entdeckt, wenn sich schon Krusten gebildet haben. Und so gehe ich im Folgenden also von der Pflege einer trockenen, krustigen Mauke oder Raspe aus. Als erstes stellt sich oft die grundsätzliche Frage:

Soll man von Mauke / Raspe betroffene Beine scheren?

Vom Scheren auf wirklich kurze Haarlänge rate ich ab, denn die nachwachsenden Haare reizen dann die sehr empfindliche Haut zusätzlich. Aber das Kürzen der Haare (zumindest an den betroffenen Hautstellen) auf ca. 2 - 3 cm bringt in der Regel recht gute Erfolge. So kann man die Stelle besser behandeln und sauber halten. Und es ist sicher auch nicht schlecht, wenn endlich einmal Luft an die Haut kommt! Wenn das Pferd immer wieder unter Milbenbefall leidet, ist das Kürzen des Behangs eine große Erleichterung, denn die Milben fühlen sich unter dem dichten, langen Fesselbehang der Tinker, Friesen und Kaltblüter besonders wohl. Und auch künftige Milbenbehandlungen mit sanfteren Mitteln lassen sich bei kürzerer Haarlänge leichter durchführen.

Obwohl das Kürzen also einige Vorteile bietet, ist es sicher nicht in jedem Fall nötig. Ich mag also weder sagen: „Man muss immer kürzen“, noch mag ich sagen, dass man das nie tun darf. Man muss immer individuell entschieden. Wichtig ist, dass man alle betroffenen Stellen gut im Blick hat und dass das Behandeln und Sauberhalten gut möglich ist.

krustenloesenZum Krustenlösen bieten sich Bäder in warmer Seifenlauge an.Nun endlich geht es konkret um die Pflege von trockenen Mauke- / Raspestellen (zur nässenden Mauke komme ich später):

1. Krusten lösen

Dieser Schritt galt lange als sehr wichtig, denn unter den Krusten vermehren sich Keime und verschlimmern die Mauke / Raspe immer mehr. Außerdem reißt bei Bewegung die Haut zusammen mit den trockenen Krusten leicht auf, es kommt zu blutigen Rissen und die Erreger dringen schnell in tiefere Hautschichten vor. Inzwischen muss ich die Aussage "die Krusten müssen runter" einschränken. Lange Zeit wurde es so gehandhabt, aber man kann immer mal wieder beobachten, dass diese Maßnahme nicht immer gut ist. Hat man also den Eindruck, die Mauke verbreitet sich durch das Lösen der Krusten umso mehr, entfernt man nur die Krusten, die durch die Desinfektion abfallen und versucht NICHT, das Lösen der Krusten in irgendeiner Form zu beschleunigen. In solchen Fällen sprechen Sie mich gerne an, da gibt es erste vielversprechende Erfolge mit einem Mittel, das ich auch erst kürzlich kennenlernte...

Auf keinen Fall darf man die Krusten einfach abpuhlen, denn reißt man die festsitzenden Krusten ab, ist es nicht nur für das Pferd sehr schmerzhaft, sondern man schädigt damit wiederum die Haut. Das muss unbedingt vermieden werden. Man sollte im Bedarfsfall also die Krusten gut einweichen, um sie ablösen zu können. Dazu haben sich Bäder in handwarmer Seifenlauge (bitte keine echte Kernseife verwenden, sondern milde handgemachte Naturseifen). Bei schmierigen Belägen, leichteren Krusten und bei Raspe bietet sich eher die Kräuter-Waschlotion an.

Wichtig in allen Fällen ist: Trocknen Sie die Hautstelle anschließend sorgfältig und sanft ab. Bei starken Krusten kann es nötig sein, diesen Prozess an mehreren Tagen hintereinander zu wiederholen. Achten Sie aber darauf, die Haut nicht zu sehr aufzuweichen! 

Bei sehr harten Krusten wird das Einweichen mit Seifenlauge eventuell nicht ausreichen und manchmal ist das Waschen gerade auch nicht möglich oder sinnvoll. So kann man alternativ oder zusätzlich die Krusten mit Öl oder Salbe aufweichen. Dazu haben sich das Maukeöl und die Maukesalbe bewährt. Geeignet sind auch verschiedene Öle, angemischt mit Schwefelblüte. Beachten sollte man jedoch dabei, dass Schwefel keratolytisch wirkt. Das heißt, es wirkt hornhautauflösend und hautschälend. Dieser Effekt ist zum Lösen der Krusten erwünscht, jedoch behindert ein zu langer und häufiger Einsatz von Schwefel möglicherweise die Heilung etwas.

geroetete raspestelleStark gerötete Haut an einer Raspestelle. Man sieht auch kleine Risse. Hier war die Haut durch zu viel Pflege mit einer Zinkpaste zu trocken geworden und es kam es zum Rückfall.2. Desinfektion

Nach dem Lösen der Krusten ist eine sorgfältige Desinfektion (bei schon stärkeren Infektionen muss hier der Tierarzt zu Rate gezogen werden!) wichtig, um heftige Entzündungen zu vermeiden. Sehr gut bewährt haben sich Produkte mit dem Wirkstoff Polihexanid (z.B. Prontosan Wundspüllösung und auch das Prontosan Wundgel aus der Apotheke). Diese Produkte desinfizieren effektiv und sind dabei sehr hautfreundlich und fördern zusätzlich die Heilung. 

3. Hautpflege bei noch leicht geröteter Haut nach dem Krustenlösen

Bei etwas offenen Hautstellen (kleine Risse, kleine blutige Stellen, gerötete Haut) verwenden Sie gerne im Anschluss an die Desinfektion die Hautwohl-Creme, die besonders heilungsfördernde und beruhigende Zutaten enthält. Lässt es sich nun nicht vermeiden, dass das Pferd zeitweise auf nassem oder gar matschigem Untergrund steht, sollte man betroffene Stellen evtl. zusätzlich mit einer Zinksalbe (Apotheke oder Drogerie) vor Nässe schützen.

WICHTIG: Beobachten Sie die betroffenen Hautstellen sehr gut! Die Haut sollte trocken und sauber, aber geschmeidig gehalten werden. So ist es manchmal nötig, zwischen den Produkte zu wechseln.

4. Weitere Pflege

Ist die Haut nun nicht mehr gerötet, sollte gut darauf geachtet werden, sie geschmeidig zu halten. Empfehlenswert ist dazu die Pflege mit der Sapodoris Stärkt-die-Haut-Lotion, um der Haut zu mehr Widerstandsfähigkeit zu verhelfen. Diese Lotion enthält weniger heilungsfördende Zutaten, vielmehr sind darin Rohstoffe enthalten, die helfen sollen, den geschädigten Barriereschutz der Haut wieder aufzubauen.